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„Ich kriege immer etwas zurück!“

Jutta Müller ist seit zehn Jahren ehrenamtliche Hospizbegleiterin

„Ich möchte dabei helfen, dass kein Mensch alleine sterben muss,“ sagt Jutta Müller überzeugt. Sie weiß wovon sie spricht. Wenn sie am Donnerstag, 29. Oktober, für interessierte Menschen über die ehrenamtliche Hospizbegleitung beim Informationsabend berichtet, blickt sie auf zehn Jahre Erfahrung zurück.

 

Hospizbegleiterin Jutta MüllerIhre Ausbildung für das Ehrenamt begann mit dem Orientierungskurs beim Ökumenischen Hospiz-Dienst (ÖHD) in Trägerschaft von Caritas und Diakonie. Viele Menschen hat sie seitdem begleitet, mal für wenige Tage, mal über längere Zeiträume, denn jede Hospizbegleitung ist so einzigartig wie der Mensch, der sie benötigt.


Ihre Motivation nimmt Jutta Müller aus ihrem christlichen Glauben, und der festen Überzeugung, dass man sich frühzeitig mit Tod und Sterben auseinandersetzen sollte.
Auch nach zehn Jahre geht die 63-Jährige noch mit Herzklopfen in jede neue Begleitung. Aber jede Begleitung bringt nicht nur den Betroffenen sondern auch den Begleitenden etwas. „Ich kriege immer etwas zurück“, berichtet Müller. „Zum einen das Gefühl, das ich helfen konnte, zum anderen, die neuen Erkenntnisse, die man gewinnt. Jeder Sterbende hat mich beschenkt.“
Die ehrenamtliche Hospizbegleitung ist anspruchsvoll und auch nicht für jeden geeignet. Die ÖHD- Ehrenamtlichen werden von geschulten Hauptamtlichen begleitet und unterstützt. Nur in der monatlichen Supervision dürfen die Ehrenamtlichen über ihre Begleitungen sprechen, ansonsten gilt strenge Schweigepflicht. Regelmäßige Fortbildungen helfen ebenfalls weiter, so Müller, die für ihre Tätigkeit auch viel Anerkennung und Respekt von ihrem persönlichen Umfeld erfährt.
Der ÖHD, der dieser Tage sein 20-jähriges Bestehen feiert wird seit 15 Jahre durch einen eigenen Förderverein (FÖHD) unterstützt. „Dieser Verein unterstützt die Hospizarbeit des ÖHD im nördlichen Landkreis Karlsruhe ideell und finanziell“, so Vorsitzender Walter Vehmann. Dadurch könne man die Hospizarbeit fördern auch wenn man nicht selbst aktiv ehrenamtlich tätig sein kann.

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Wer sich ebenfalls für ein Ehrenamt in der Hospizbegleitung interessiert, ist herzlich eingeladen, sich am Donnerstag, 29. Oktober, um 18 Uhr in der Caritas Beratungsstelle in der Württemberger Straße 2 in Bruchsal zu informieren. Anmeldung und Information beim Ökumenischen Hospiz-Dienst unter Telefon (0 72 51) 80 08 58.