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Mundartabend für den guten Zweck

Mudderschbrooch und Musich erklangen für die Hospizarbeit

Sie sind wie ein eingespieltes Ehepaar und doch nicht verheiratet. Mundartautor und Preisträger Wolfgang Müller und Musikerin Alexandra Nohl – beide ihres Zeichens Lehrer – haben sich nicht gesucht, aber doch gefunden. Seit nun mehr sieben Jahren stehen sie gemeinsam auf den Bühnen des Kraichgaus und brechen viele Lanzen für die Badische Sprache.

Wolfgang und Rosie Müller hielten das Publikum sprachlich auf Trab.

 


Wolfgang Müller findet die richtigen Worte und hält dem Publikum so manchen Spiegel vor, worin die Anwesenden sich auch rasch selbst erkennen und mit Applaus danken. Während der Söllinger mit humorvollen Begebenheiten die Fallstricke der sprachlichen Missverständnisse gut sicht- und hörbar für das Publikum darbietet, beeindruckt Mezzosopranistin Alexandra Nohl mit der Gitarre und ihrem hinreißenden Gesang. Bei Liedern wie „meh wie scheh“ kam ihr Stimmvolumen herrlich zum tragen und sorgte für wahre Begeisterungsstürme. Die Liedtexte stammen aus der Feder des Söllingers, Nohl komponiert stimmig die Musik dazu. Beim Chanson über den Wein, kombinierte sie geschickt die Erzählung eines launigen Abends im hause Müller mit der leichten Musik, die ganz zum Thema passte.
Als dritte im Bunde wird auch Müllers Ehefrau Rosie mit einbezogen und spricht die Dialoge mit. Lachsalven ernten die drei für Szenen aus Müllers aktuellem Buch, ob als Greisin im Altersheim oder in der Begegnung mit einer Kollegin, Rosie Müller gelang es die richtige Stimme dafür zu finden.
Ganz wichtig ist den Darstellern des Abends das Publikum zu bestärken, sich für ihre „Schbrooch net zu schäme“. Die Alte Kelter in Helmsheim war gut besetzt an diesem Abend und der gemütliche Rahmen ermöglicht eine schöne Atmosphäre. „Die Kommunikation mit dem Publikum war stark“, so eine begeisterte Besucherin aus Bruchsal. „Die Wortspiele waren klasse.“

Dagmar Jarczak (links) und Bernd Gärtner (rechts) vom Ökumenischen Hospiz-Dienst dankten den Künstlern des Abends, Mundartmeistern Rosie und Wolfgang Müller sowie Musikerin Alexandra Nohl (2. von rechts).

Beide Künstler verzichteten auf ihre Gage zu Gunsten des Ökumenischen Hospiz-Dienstes. Bernd Gärtner, der die Träger Caritas und Diakonie vertrat, berichtet über die Arbeit des Dienstes, der sich seit über 20 Jahren um schwerstkranke und sterbende Menschen in der Region kümmert.